
“Gib einem Menschen einen Fisch und er ist satt für einen Tag;
lehre ihn Fischen und er wird nie wieder hungern.”
In Hoachanas zu leben und Geld für den Lebensunterhalt zu verdienen ist nahezu unmöglich. Es gibt kaum Arbeitsplätze. So leben die meisten Menschen von der Staatsrente, die den Pensionären ab 60 gezahlt wird: ca. 75 Euro monatlich. Dazu erzielen einige ein Einkommen durch die Tiere (Ziegen, Schafe, wenige Rinder), die auf Farmland rund um Hoachanas weiden. Wenige finden zeitweise Arbeit auf den umliegenden Privatfarmen oder Lodges.
Im Rahmen unserer Möglichkeiten unterstützen wir Menschen aus Hoachanas bei ihrem Wunsch durch ihrer Hände Arbeit Geld zu verdienen, um unabhängig und selbstbestimmt leben zu können ohne gezwungen zu sein, aus Hoachanas wegzuziehen.
In Hoachanas hat sich in den vergangenen Jahren ein beeindruckendes Gartenprojekt entwickelt: Mittlerweile bewirtschaften über 200 engagierte Gärtnerinnen und Gärtner ihre eigenen kleinen Parzellen mit großem Erfolg. Diese Gemeinschaftsgärten sind nicht nur ein Ausdruck von Eigeninitiative und Zusammenhalt, sondern auch ein wichtiger Schritt in Richtung nachhaltiger Ernährungssicherheit.
Zur Unterstützung der Gärtner stellt der HCF täglich Gartengeräte aus einem zentralen Gerätepool an der Arche zur Verfügung. Wer kein eigenes Werkzeug besitzt, kann hier problemlos Schaufeln, Hacken oder Gießkannen ausleihen – unkompliziert und kostenlos. Darüber hinaus verteilt der HCF hochwertiges Saatgut aus Spendengeldern an die Bevölkerung, damit auch einkommensschwache Haushalte die Möglichkeit haben, ihre eigenen Nahrungsmittel anzubauen.
Die Vielfalt der geernteten Produkte ist beeindruckend: Spinat, Mangold, Paprika, Auberginen, Süßkartoffeln, Mais, Zwiebeln und viele weitere Gemüsesorten gedeihen inzwischen auf den trockenen Böden von Hoachanas. Der Anbau erfolgt mit viel Wissen, Hingabe und oft unter herausfordernden klimatischen Bedingungen – mit großem Erfolg.
Ein besonderer Aspekt dieses Projekts ist der soziale Kreislauf, den der HCF etabliert hat: Gemüse, das nicht für den Eigenbedarf genutzt oder in der Nachbarschaft verkauft wird, kauft der HCF den Gärtnern ab. Diese frischen und gesunden Lebensmittel werden anschließend an die Suppenküchen im Ort weitergegeben, wo sie den Kindern zugutekommen. So entsteht ein nachhaltiges System, das sowohl Einkommen schafft als auch gesunde Ernährung fördert.
Was einst als kleine Idee begann, ist heute ein bedeutendes Projekt für die Selbstversorgung, Ernährung und Gemeinschaft in Hoachanas. Es zeigt eindrucksvoll, wie gezielte Unterstützung und lokales Engagement Hand in Hand gehen können, um langfristige Verbesserungen zu bewirken.