Hoachanas ist ein kleiner Ort am Rande der Kalahari, im Südosten der demokratischen Republik Namibia.

In der Sprache der Nama heißt er !Hoaxa-!nas, die Ausrufezeichen stehen für einen der typischen Klicklaute. Die Sage erzählt die Entstehung von Hoachanas so: Ein umherziehender Stamm lagerte im Feld und Menschen und Tiere litten großen Durst. Da lief einer ihrer Hunde weg und als er nach einer Weile wiederkam, hatte er ein nasses Fell. Die Menschen baten ihn, sie dorthin zu führen, wo das Wasser war und er führte sie an jenen Ort. Seit dem 17. Jahrhundert war Hoachanas das gemeinsame Stammes-Zentrum der “Roten Nation”, d.h. der im Südwesten Afrikas ansässigen Nama, die als nomadische Viehzüchter lebten. In Hoachanas trafen sich die verschiedenen Gruppen mit ihren Führern zu Beratungen und von hier aus übte der jeweilige Chief sein Weisungsrecht aus.

Dauerhaft besiedelt wurde der Platz ab 1853, als Oasib, der Häuptling der Roten Nation, den deutschen Missionar Vollmer (Rheinische Mission) zu seinem Stamm nach Hoachanas holte. Vom ersten Tag an begann Missionar Vollmer mit Schulunterricht und bereits 1857 wurde der Grundstein zu der Kirche gelegt, die heute die zweitälteste Kirche Namibias ist.

Heute gibt es in dem Ort mit etwa 2500 Einwohnern: 14 Kirchengemeinden, das “Traditional Office” des Chiefs und das Settlement Office der Regierung. Des weiteren gibt es zwei Schulen, die private “AME-Private Community School” mit ca. 145 Schülern in den Klassen 1 – 7 und die staatliche P.J.Tsaitsaib J.S.School mit ca. 750 Schülern in den Klassen 1 – 11 (ab 2018 auch Klasse 12). Außerdem verfügt Hoachanas über eine Krankenstation und eine Polizeistation und drei Geschäfte mit Waren des täglichen Bedarfs. Hoachanas ist an das Stromnetz angeschlossen, Wasser gibt es an staatlich eingerichteten Wasserstellen und an vielen Grundstücken. Für Strom und Wasser kauft man Prepaid-Karten am Settlement Office. Eine Kanalisation ist im Aufbau begriffen. Kommunikation ist über Festnetz- und Handytelefon sowie Email möglich.

Die Lebensbedingungen sind nach wie vor sehr schwierig. Es gibt kaum Möglichkeiten, Arbeit zu finden und Geld zu verdienen. Hauptprobleme sind Arbeitslosigkeit, Armut und HIV-Aids. Die meisten Bewohner leben in selbstgebauten Blechhütten, in denen es im namibischen Winter empfindlich kalt wird (Minustemperaturen). Meist muss die karge Rente der Pensionäre für die ganze Familie reichen.

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Seit diesem Jahr dauergaft besiedelt
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Menschen leben in Hoachanas
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Kirchengemeinden befinden sich in Hoachanas
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