März-Eindrücke aus Hoachanas

15.05.2014

Der 2. Tag unserer Namibiareise führte uns zur Bitterwasser-Lodge, wo wir Gerson kurz besuchten. Es ist immer wieder toll zu sehen, welche Chancen er nutzt um sich weiter zu entwickeln, und welche Pläne er hat. Wir lauschten aufmerksam im Schatten mit Rock Shandy in der Hand.
Kurze Erklärung: Wir, das sind mein Mann Thomas und ich, und erstmalig in Afrika, mein Schwager Ansgar mit Frau Anne.

Mittags sind wir nach Hoachanas gefahren, wo Greta und die Kinder schon auf uns warteten. Für mich ist es ein unbeschreiblich schönes Gefühl wieder dort zu sein…..fast schon wie nach Hause kommen!  Anne und Ansgar waren sehr beeindruckt von allem….vor Ort sieht es halt anders aus als auf Bildern. Sie haben erstmalig ihr Patenkind getroffen und sich intensiv mit der kleinen Elisabeth beschäftigt.

Nach einem herzlichen Empfang mit unseren beiden Patenmädels Tanya und Jaqueline haben wir unsere Mitbringsel verteilt, was ja immer zu großer Freude führt. Das Highlight waren aber die Nutella-Minipacks! Auch die Erwachsenen haben gerne genascht. Für uns aufregend war es das Patenkind von Thomas Sohn Matthias erstmalig zu  treffen ….. Conradie. Wir übergaben ein Foto von Matthias und einige Kleinigkeiten. Matthias studiert noch und möchte Conradie irgendwann auch einmal selber besuchen. Weiterhin sind wir mit allen 4 Patenkindern einkaufen gegangen und haben die Familien besucht. Überall wurden wir sehr nett empfangen. Es gab schöne Gespräche!

Besonders gerührt war ich, daß ich erstmalig die Mutter von Tanya getroffen habe. Sie zeigte mir ihr ganzes Haus und dann das Zimmer, in dem Tanya schläft…..an der Wand hing eine Kollage, von Tanya gefertigt, mit Fotos der Familie…..und mittendrin 3 Fotos von mir! Da mußte ich eine echte Freudenträne verdrücken, denn bei meinem letztjährigen Besuch hatte ich etwas das Gefühl, daß es Tanyas Familie doch schon sehr gut geht, und dachte, ob mein Geld nicht vielleicht woanders eher gebraucht würde? Die Mutter erklärte mir jedoch freudig, daß es nur mit meiner Unterstützung klappt, daß Tanya die Schule und die ältere Schwester die Uni in Windhoek besuchen kann, und sie ( ist auch noch sehr jung) jetzt auch nochmal zur Uni gehen will. In dieser Familie ist man schon einige Schritte weiter, aber das ist ja auch toll, und genau das, was wir wollen, oder? Zum Abschied gab es Umarmungen und Küßchen und eine selbstgefertigte Tischdecke ……ich wollte eigentlich gar nicht weg……..

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Mein Onkel, ein ehemaliger Fußballspieler, hatte mir einen kompletten Satz Trikots von Addidas seines Vereins Eintracht Datteln überlassen. Leider in XL, sodaß wir die kleinen Kinder damit nicht erfreuen konnten, aber Greta hatte die “ Alten Herren“ von Hoachanas zusammengetrommelt. Sie kamen mit Groupies in ihrer alten Kluft, stellten sich alle einzeln bei mir vor……Torwart, Stürmer, Verteidiger…….und dann gab es Trikot-Tausch.
Die Freude war sehr groß!
Für den nächsten Besuch organisiert mein Onkel jetzt Trikots für die Jugend! Der Verein Eintracht Datteln hat von mir eine Fotokollage mit Bildern aus Hoachanas erhalten, welche jetzt einen Ehrenplatz im Vereinsheim hat. Man ist sehr stolz auf die „afrikanischen Fußballkollegen“!

Zusammenfassend: Es war wieder ein unbeschreibliches Erlebnis vor Ort in Hoachanas von dem man lange zehrt!

Brief einer Studentin