Eindrücke aus Hoachanas

03.10.2013

Als wir vor drei Wochen hier in Hoachanas ankamen, war es trocken und heiß und wir waren unglaublich müde von der langen Reise. Die weite Landschaft hat uns direkt fasziniert und wir waren von der Lebensart der Menschen noch viel mehr beeindruckt, als wir erwartet hatten. Wir konnten uns nicht so richtig vorstellen, wie man in solchen kleinen Blechhütten wohnen kann, teilweise ohne Wasser oder Strom und vor allem auch ohne Heizung. Jetzt im Frühling ist es ja schon warm, aber wie ist das wohl im Winter? Und was das Faszinierendste für uns war, wie die Menschen trotz so viel Armut so viel Lebensfreude in sich tragen können. Das ist unglaublich schön, überall wird gelacht und wenn irgendwo Musik ertönt, wird sofort getanzt egal, ob Jung oder Alt.

Wir wurden sehr freundlich empfangen. Die ersten Tage haben wir damit verbracht alle Leute kennenzulernen, wie z.B. Gretha und die Frauen der einzelnen Suppenküchen, und uns ein wenig anzupassen, indem wir uns die Haare flechten lassen. Nun waren wir „African Ladies“, wie Gretha immer so schön sagt. Wir wurden herumgeführt, haben alles erkundet, wo welche Suppenküche ist, wo die Kirchen sind und die Schulen etc.

Dann haben wir mit der eigentlichen Arbeit begonnen. Isabel war eine Woche an der Arche und ich war an der Albert-Schweitzer-Suppenküche. Diese Woche war für uns beide sehr schön, da wir einen richtigen Einblick in das Leben der Menschen von Hoachanas bekommen konnten. Wir haben gekocht, mit den Kindern gelernt und gespielt und waren zusammen einkaufen für den wöchentlichen Bedarf der einzelnen Projekte.

In der nächsten Woche waren wir dann bei all den anderen Suppenküchen und beim Senfkornprojekt. Außerdem haben wir alle Trockentoiletten angeschaut, für die die Menschen sehr dankbar sind! Heute steht der letzte Tag an und wir müssen feststellen, dass wir alles hier doch sehr vermissen werden, die Lebensfreude der Menschen, die Gelassenheit und natürlich die vielen Sonnenstunden. Es war eine sehr schöne Zeit und wir sind unglaublich dankbar dafür, dass wir so freundlich und zuvorkommend aufgenommen wurden. Man kann sehr schön sehen, wie sehr die Menschen vom Hoachanas-Children-Fund profitieren, vor allem die Kinder. Ein Projekt, das man immer wieder gerne unterstützen wird.

Yanna Eckert

Yanna und Isabel besuchten mit Gretha zusammen auch die Großmütter, die im Rahmen des „HCF-Großmütterprojektes wöchentlich N$ 25 (ca. € 2,50) als Unterstützung ausgezahlt bekommen.

Projekt zur Sicherung von eigenständigem Einkommen: Mit einem Darlehen des HCF konnte Gretha zweimal fünf Ziegen kaufen. Nun hat sie schon eine eigene kleine Herde.

„Facepainting“ kommt wohl bei Kindern überall auf der Welt an!

 

Gemüsegärten in Hoachanas